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Gamescom 2019 – Die Engines im Dschungel der größten Messe für Computer- und Videospiele der Welt

Jetzt reden wir mal Tacheles: wer sich wirklich als Gamer™ bezeichnen will, der wird nicht drum rumkommen, dem Mekka (Steine gibt’s da sicher auch) der nationalen und internationalen Spiele- und Unterhaltungsbranche zumindest einmal im Leben einen Besuch abzustatten.

Jetzt reden wir mal Tacheles: wer sich wirklich als Gamer bezeichnen will, der wird nicht drum rumkommen, dem Mekka (Steine gibt’s da sicher auch) der nationalen und internationalen Spiele- und Unterhaltungsbranche zumindest einmal im Leben einen Besuch abzustatten.
Dementsprechend verschlug es auch uns, die waschechten Stuttgarter eGamer, die wir sind, diesen Sommer wieder nach Köln.
Beziehungsweise zunächst nach Düsseldorf… Airbnb und so.

Der Montag, 19.08.19, stand also ganz im Zeichen unserer Anfahrt – das mit dem Segelschiff hat allein geografisch nicht so geklappt, aber die Fahrzeugführer unserer Autokolonne haben sich natürlich trotzdem Mühe gegeben und im Stau auch mal den Motor ausgemacht.

Irgendwann zwischen frühem und halb-mittel-spätem Abend waren wir dann vollzählig: ganze 20 Mann, Frau und was sonst noch dazwischen liegt – aufgeteilt auf zwei Airbnbs, die gleichermaßen in den schönsten Teilen Düsseldorfs lagen.
Der Abend fand nach einem gemeinsamen Burger-Schmauß ein jähes Ende – immerhin sollte es am Dienstag früh losgehen.

Was es auch tat.
Mehr oder minder verschlafen machten wir uns auf zur Pilgerfahrt nach Köln zum Fachbesucher- und Presse-Tag. Natürlich haben wir uns die Gelegenheit nicht nehmen lassen, uns mit Fachbesuchertickets vom allgemeinen Fußvolk abzugrenzen – immerhin hatten wir einen Lehrauftrag zu erfüllen.

Spaß beiseite (wir und Lehrauftrag lol), aber trotz der Mehrkosten lohnt sich ein solches Ticket durchaus, denn leerer als an diesem Tag würde das Messegelände nicht mehr werden.
Insgesamt warteten ganze 11 Hallen auf uns: 4 in der Business-Area und der Rest war in der Entertainment Area zu finden.
Um das beste aus diesem noch überschaubaren Andrang zu machen, waren wir ausnahmslos in letzterem Bereich unterwegs.

Ich, als Noch-nie-bei-der-Gamescom-Gewesene war direkt verblüfft auf wie viel irrsinnigen Platz so mancher Aussteller seine Lager aufgeschlagen hatte. Sei es jetzt 2K oder Wargaming.net, selbst Facebook – sicher das Ziel #1 für die betagteren Damen unter uns – war mit einem Stand der imposanteren Sorte vor Ort.

Zusammenfassend kann man also festhalten: die Gamescom ist groß, ganz schön groß.

Und das ist auch gut so, was ich am darauffolgenden Tag erfahren sollte – aber dazu später mehr.

Ein bisschen Warterei hier und da gab es natürlich trotzdem: sei es jetzt für ein 18er-Bändchen oder irgendein beliebiger AAA-Titel, den man anspielen durfte oder, naja, sich immerhin eine Präsentation dazu anschauen. 

Kaum waren wir in der entsprechenden Halle, da schlängelte sich doch tatsächlich eine Menschentraube um den Cyberpunk-Stand. Der Hype war real – ob die Wartenden wussten, dass sich in dieser mysteriösen Box auch nur eine Präsentation verbarg, kann ich nicht sagen. 

Mir war das zumindest zu blöd, am ruhigsten Messetag den halben Mittag für eine Präsentation zu warten, die ich mir auch daheim dank YouTube und Co. ansehen kann.

Das soll aber nicht heißen, dass ich in keiner Präsentation war: spontan trieb es mich mit einem Grüppchen in Death Stranding – das ist immerhin von diesem Kojima Dings-Da und echte Schauspieler sind in diesem Spiel auch vertreten (z.B. der Typ von The Walking Dead, mit dem auch Silent Hills angeteased wurde, wisst ihr noch?).

Nach diesen zähen 20 Minuten fiel es mir schwer, ein Urteil zu fällen: Zukunfts-Gedöns ist ja ziemlich cool, aber wieso um alles in der Welt, muss man mit einem Fötus vor der Brust durch die Spielwelt tingeln? Vielleicht werde ich das in naher Zukunft mal verstehen… vielleicht auch nicht.

Davon abgesehen hatte ich noch Man of Medan angespielt, immerhin kann ich mich noch an den Wadenkrampf erinnern, den ich mir vor Schreck während des Spielens von Until Dawn damals zugezogen hatte, als wäre es erst gestern gewesen.

Abgefahren war auch der American Truck Simulator, in dessen Führerhaus man sich setzen und das Steuer mal selbst in die Hand nehmen konnte.
Diese Erfahrung diente letztlich als ein Fingerzeig, warum ich hier sitzen und das hier schreiben sollte, statt die allgemeine Sicherheit mit meinen LKW-Künsten zu gefährden.

Und dann wären da noch die Freebies. 

Was wäre schon eine Messe, ohne dass man mit haufenweise Schrott – ich meine Werbegeschenke – nach Hause geht. Von T-Shirts, Pullis, Tastaturen bis hin zu Bluetooth-Lautsprechern gab es alles, was das Herz begehrt, wusste man wo und war bereit, Courage zu zeigen.. was in den meisten Fällen daraus bestand, dem Stand-Moderator alles nachzuschreien, was dieser wollte und ab und zu die Hände zu heben. Das war zugegebenermaßen eines der interessantesten Phänomene der Gamescom: Man nehme einen Messestand mit überschaubarem bis wenig Betrieb und stellt irgendeinen Typ (am besten Marke Youtuber o.Ä.) plus Mikro auf die (improvisierte) Bühne, der von coolem Merch, Tastaturen, Headsets und Co. spricht und siehe da, die Gamerschaft rannte einem direkt die Bude ein. Extrinsische Motivation nennt sich das; eine Hand wäscht die andere – da hat’s sich dann auch erstmal mit dem Klugscheißen.

Jenes Phänomen entfaltete sich erst so richtig am zweiten Messetag, beziehungsweise am ersten Tag, der auch der Öffentlichkeit zugänglich war. Mit diesem Tag wurde auch ein gutes Maß an Chaos eingeläutet. Die Hälfte von uns schaffte es nicht mehr in den überfüllten Zug (die Dame von der Info rechtfertigte dies mit “die Gamescom ist in Köln und nicht in Düsseldorf”), ein weiterer Bruchteil, sprich eine unserer Cosplayerin (Star Guardian Soraka) und ich, verbrachten dann die erste Zeit auf der Messe bei den Sanitätern und von den Menschenmengen will ich erst gar nicht anfangen.

Wartezeiten, die so manchen von uns (also mich) genervt aufstöhnen ließen, verzehnfachten sich allem Anschein nach. (Un-)Freiwilliges Kuscheln wie in Stuttgarter S-Bahnen um 8 Uhr morgens gab es gratis dazu..
Gut, anders erwartet hatte es aber keiner von uns und so verzogen wir uns immer wieder in die Business Area, um uns an deren Ruhe zu laben.
In dieser fand auch am Nachmittag der Empfang von Games BW statt, inklusive Buffet – Freebies nach meinem Geschmack (pun intended). 

So manche befanden sich währenddessen in höchst-wichtigen Gesprächen (networking muss sein), andere beließen es bei ihrer Präsenz, insbesondere im näheren Umfeld des Buffets (Essen muss auch sein). So oder so war dies ein entspanntes Get-Together abseits des Trubels in der Entertainment Area, für dessen Einladung wir uns an dieser Stelle nochmals bedanken möchten.

Einen Abschluss bot letztlich die schwedische Power-Metal Band Sabaton, die uns in Halle 8 beim World of Tanks-Stand, wie soll es auch anders sein, mit ihrer Musik berieselten.

Danach zog es manche von uns noch zur Black Desert Launch Party, die ich jetzt mal anhand mehrerer Aussagen als “ganz ok” zusammenfassen würde (ohne Gewähr). Und das war es auch schon wieder mit dem Mittwoch.

Der letzte Messetag kam für manche von uns entspannter ins Rollen – ein bisschen mehr Schlaf als diese vier Stunden (und nein, da hilft auch dieses Smartsleep-Dings aus Höhle der Löwen nichts!) durfte es auch mal sein.

Als frühe Erkenntnis auf dem Messegelände wurde mir bewusst, dass ich gar nicht wissen wollte (und nach wie vor nicht will), wie es erst am Wochenende zugehen musste. 

Mittels Absperrungen waren die Ausrichter der Messe bemüht, den endlosen Menschenstrom zu steuern – was soweit auch ganz ordentlich klappte. Nur “mal schnell zurückgehen” in den Brennpunkten war ein Ding der Unmöglichkeit geworden.

Diese ganze Sache mit “Games anspielen” erübrigte sich dann auch in vielen Fällen – man nahm das, wo mal irgendwann irgendwie was frei wurde oder musste viel Geduld mitbringen.
Am ehesten konnte man so in der Retro- und Indie-Area auf seine Kosten kommen.
Davon mal abgesehen hatte dieser Tag aber auch das straffste Programm für uns als – jetzt kommt’s – eingetragener Verein im petto.

Los ging’s mit einem Bobbycar-Rennen in der Business Area. Die Anwesenheit der ENGINES war hierbei optional, jedoch wurde man mit dem urkomischen Anblick von viel zu großen Menschen auf viel zu kleinen Vehikeln und einem kostenlosen Vesper belohnt.

Direkt im Anschluss ging es dann raus auf den Spielplatz zu Red Bull – Pflichtprogramm, versteht sich. Bei wem sich bis dahin die Müdigkeit der letzten Tage gezeigt hatte, war nach der zweiten Dose auch wieder, nunja, beflügelt. 

Danke dafür.

Mit erhöhter Herzfrequenz begaben wir uns schließlich, ein Stück weiter vorbei vom gelobten Land der Recaro-Stühle (ich hatte vor der Messe nie begriffen, wie schön es wirklich sein kann, sich auf seine vier Buchstaben hinzufläzen), zum MSI-Stand in Halle 10, welcher zum LoL-Turnier eingeladen hatte. 

Teams gemischt aus unserem Eigengewächs, dem Publikum und in der zweiten Runde auch den Standbetreuern, lieferten sich heiße Duelle im 5 gegen 5.
Die nicht so LoL-affinen unter uns (also ich) sorgten dabei für Stimmung oder hielten das Ganze mit der Kamera fest – an dieser Stelle einen Applaus an unsere Filmer, die ihr schweres Equipment quer durch das Gelände rumgeschleppt haben, um aus der visuellen Berichterstattung das Beste herauszuholen. Die Ergebnisse dürfen gerne auf unserem YouTube-Kanal (Mittwoch und Donnerstag) bewundert werden.
Ein Standbetreuer der ganz findigen Sorte überließ uns “aus Versehen” eine ganze Menge Merch und Goodies.
Für die Unterstützung und insbesondere die coolen, aufblasbaren Schwerter wollen wir uns nicht zuletzt ebenfalls bedanken.

Mit dem Ende des Turniers fand die Gamescom für die ENGINES schließlich ein Ende.

Bepackt mit allerlei Gedöns und absoluten Spitzenwerten auf den integrierten Schrittzählern unserer Smartphones, traten wir am Freitagmorgen unsere Rückreise in den Kessel an.

Für das nächste Jahr könnten wir uns vielleicht überlegen, ein Zusatzauto für den ganzen Kram mitzunehmen (sorry Greta), aber davon mal abgesehen war das doch eine runde Woche. Anstrengend allemal, aber auch spannend, abwechslungsreich und – ja, das werde ich jetzt wirklich so sagen – spaßig.
Ohne Fachbesucherticket hätte ich wahrscheinlich nur halb so viel erlebt – darum möchte ich dies abschließend nochmal allen, die eine Chance darauf haben, ans Herz legen – es lohnt sich!

Jetzt heißt es also nur noch warten, bis der Wahnsinn nächstes Jahr wieder von neuem beginnt.

 

Wir möchten nochmals unseren Partnern für die erneut tolle Unterstützung danken! Ihr habt diesen Ausflug zu etwas ganz besonderem für unsere Mitglieder gemacht!

Vielen Dank an die Studiengänge Medieninformatik und Mobile Medien der Hochschule der Medien Stuttgart für das Sponsoring eines Satzes T-Shirts!
Einen riesigen Dank geht auch an MSI raus, die uns die Möglichkeit gegeben haben uns auf ihrem Stand zu präsentieren und mit der Community zwei spannende Runden League of Legends zu spielen!
Einen weiteren Dank geben wir raus an die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, welche uns erneut zu ihrem Empfang am Games BW Stand willkommen geheißen haben!
Auch vielen Dank an unseren Merch-Partner Supergeek, welche wieder super Gamescom-Shirts für uns gezaubert haben!
Und zuletzt möchten wir uns noch bei Red Bull für die Energy Drinks und Gaming Ground Shirts bedanken!